Lieferantenkredit

Lieferantenkredit
Lieferạntenkredit,
 
kurzfristiger Nichtbankenkredit, bei dem der Lieferant eines Wirtschaftsgutes dem Abnehmer durch Gewährung eines Zahlungsziels über die übliche Frist hinaus die Zahlung zu einem festgesetzten späteren Zeitpunkt ermöglicht. Der Abnehmer erhält keinen Geldkredit, lediglich seine Zahlungsverpflichtung wird ihm in der Regel bis zu 3 Monaten gestundet. Im Gegensatz zum Bankkredit wird der Lieferantenkredit meist ohne Kreditwürdigkeitsprüfung oder Stellung von besonderen Kreditsicherheiten gewährt, allerdings sichert sich der Lieferant bis zur Bezahlung den Eigentumsvorbehalt. Die Kosten für den Abnehmer bestehen im Verzicht auf den Skontoabzug im Falle sofortiger Zahlung; sie sind in der Regel wesentlich höher als beim Bankkredit. Für den Lieferanten zählt der Lieferantenkredit zum absatzpolitischen Instrumentarium. Das Lieferantendarlehen ist ein langfristiger Geldkredit des Lieferanten an den Abnehmer zur Beschaffung von Investitionsgütern, die den Absatz der Produkte des Lieferanten erst ermöglichen (z. B. Darlehen von Brauereien an Gaststättenbesitzer zur Finanzierung der Einrichtung).

Universal-Lexikon. 2012.

См. также в других словарях:

  • Lieferantenkredit — Der Lieferantenkredit, auch Handelskredit oder Warenkredit genannt, ist ein kurzfristiger Kredit, den ein Lieferant (Kreditor) seinen Kunden (Debitoren) durch Gewährung einer Valutafrist und/oder eines Zahlungsziels von 30 bis 90 Tagen für die… …   Deutsch Wikipedia

  • Lieferantenkredit — ⇡ Kredit, den Lieferanten ihren Kunden durch Gewährung eines Zahlungsziels einräumen, eine typische Form des kurzfristigen Kredits. Fristen: im Durchschnitt ein bis drei Monate, zuweilen nach der Absatzdauer der gelieferten Waren (bis sechs… …   Lexikon der Economics

  • Warenschulden — ⇡ Lieferantenkredit. 1. Begriff: ⇡ Verbindlichkeiten einer Unternehmung gegenüber ihren Lieferanten; in der Praxis weit verbreitete Form eines kurzfristigen Kredits (i.d.R. ein bis drei Monate); teuer, wenn ⇡ Skonto nicht wahrgenommen wird… …   Lexikon der Economics

  • Zahlungskondition — Als Zahlungsbedingungen (oder Zahlungskonditionen, engl. terms of payment) werden die Bedingungen bezeichnet, mit denen eine Rechnung zu begleichen ist. Sie sind Bestandteil des dazu gehörenden Kaufvertrages und werden je nach Marktmacht vom… …   Deutsch Wikipedia

  • Zahlungsbedingung — Als Zahlungsbedingungen (auch Zahlungskonditionen oder Zahlungsmodalitäten, engl. terms of payment) werden die Bedingungen bezeichnet, mit denen eine Rechnung zu begleichen ist. Sie sind Bestandteil des dazu gehörenden Kaufvertrages und werden je …   Deutsch Wikipedia

  • Bankkredit — Ein Kredit (abgeleitet vom lateinischen credere „glauben“ und creditum „das auf Treu und Glauben Anvertraute“) ist die Gebrauchsüberlassung von Geld (Banknoten, Münzen, Giralgeld) oder vertretbaren Sachen (Warenkredit) auf Zeit. Darlehensverträge …   Deutsch Wikipedia

  • Geldverleih — Ein Kredit (abgeleitet vom lateinischen credere „glauben“ und creditum „das auf Treu und Glauben Anvertraute“) ist die Gebrauchsüberlassung von Geld (Banknoten, Münzen, Giralgeld) oder vertretbaren Sachen (Warenkredit) auf Zeit. Darlehensverträge …   Deutsch Wikipedia

  • Handelskredit — Der Lieferantenkredit, auch Handelskredit genannt, ist ein kurzfristiger Kredit, den ein Lieferant (Kreditor) seinen Kunden (Debitoren) durch Gewährung eines Zahlungsziels (Valutafrist) einräumt. Für die vorfristige Zahlung innerhalb einer… …   Deutsch Wikipedia

  • Kredit — Inhaltsverzeichnis 1 Der sprachliche Befund 2 Technischer Gebrauch des Wortes 3 Kredit und Geldschöpfung 4 Rechtliche Einordnung …   Deutsch Wikipedia

  • Kredite — Ein Kredit (abgeleitet vom lateinischen credere „glauben“ und creditum „das auf Treu und Glauben Anvertraute“) ist die Gebrauchsüberlassung von Geld (Banknoten, Münzen, Giralgeld) oder vertretbaren Sachen (Warenkredit) auf Zeit. Darlehensverträge …   Deutsch Wikipedia


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